Eigentlich wollte ich an diesem Morgen nur „schnell“ einen Bikini kaufen für den Nachmittag im Schwimmbad. Mit Größe 38 sollte das, wie ich finde, eigentlich überhaupt kein Problem sein… eigentlich.

Im 1. Geschäft schon die Ernüchterung. Die Verkäuferin deutete freundlich an dass, ich in meiner Größe hier eher wenig finden werde. 5 Bikini-Sets probiert, keines passt, egal.

Motiviert ging es in den nächsten Laden, auch hier eine tolle Auswahl an coolen Bikinis, hilfsbereite Verkäufer. Leider war auch hier keiner dabei, der mir passte.

Doch schon etwas angenervt ging ich in den dritten Laden, der zumindest 1 Set hatte bei dem das Oberteil perfekt passte, die Hose aber leider zu groß war.

„Puh, das scheint ja eine unlösbare Aufgabe zu sein“, dachte ich. Ich überlegte, was für die anderen Badegäste wohl schlimmer anzusehen sei, eine zu große Hose oder ein viel zu kleines Oberteil, *g*? Vielleicht könnte ich auch die Hose etwas kleiner nähen? Quatsch!

Ich muss zugeben, dass diese Situation nicht spurlos an mir vorüberging. Wenn du mal 12 Teile anprobierst, die alle nicht passen, ist das nicht wirklich prickelnd. Ich hatte das Gefühl, wohl nicht „passend“ zu sein. Das alte Denkmuster aus der Zeit im Alter gegen Anfang 20 kam langsam aus der Versenkung an die Oberfläche.

Eine Maschinerie an Gedanken setzte sich in Gang, getriggert durch nur EIN EINZIGES Ereignis, das eigentlich nach meiner Vorstellung in 20 Minuten erledigt sein sollte – wo shoppen doch Spass macht.

„Oh je, wird es doch Zeit mal wieder etwas mit dem Essen aufzupassen, mehr Sport zu machen, abzunehmen…“

STOP!!! Will ich das wirklich glauben?

NEIN!!!!!! Ha, diesmal bin ich nicht drauf reingefallen!

Die Entdeckung des Tages: Bikinifigur heißt gar nicht schlank zu sein, dass wir uns in einem Bikini sehen lassen können. Scheinbar heißt es vielmehr, die Figur zu haben in den „richtigen“ Proportionen damit es in die Größentabelle eines Herstellers passt.

Hab ich was verpasst?

Wie vielen jungen Frauen und Power-Ladies geht es wohl genauso?

Wir kommen frustriert aus dem Laden und sind „optimal vorbereitet“ für die Werbung, die unsere Mindfucks genau kennt und den ganzen Tag mit Diäten, Abnehmpülverchen, Nahrungsergänzung zum abnehmen, Bodyshape-Programmen bla bla bla … vollmüllt.

Zum Glück, fast schon ein Wunder im 4. Laden: Unter ein paar Sets fand ich hier eine sehr gute Auswahl an unterschiedlichen Oberteilen und Hosen die ich mir selbst in verschiedenen Größen zusammenstellen konnte. Perfekt!

Aber nachdenklich macht es mich schon. Worüber machen wir uns den ganzen Tag Gedanken. Was denkst du über dich selbst – machst dich den ganzen Tag klein und verpasst dabei die wirklich wichtigen Dinge? Ausgelöst von einem kleinen Trigger!

Wir verschwenden wertvolle Zeit, die wir eigentlich mit unseren Kindern, unseren Partnern, Freunden und Familien genießen könnten – Zeit, in der wir auch einfach zufrieden und glücklich sein könnten. LEBENSZEIT!

Ist es das wirklich wert?

Wer wärst du, wenn du diese negativen Gedanken nicht hättest? Wir würde dein Leben aussehen, wenn du es endlich leben würdest und deine Zeit nicht länger verschwendest?

Übrigens kann ich mich an KEINE einzige Frau und ihren Bikini erinnern die an diesem Tag im Schwimmbad war. Auch nicht, ob ihr dieser genau gepasst hat!

Wahrscheinlich ist jeder so mit sich selbst beschäftigt, dass er die anderen gar nicht wahrnimmt. Stichwort Selbstbild vs. Fremdbild.

Lerne dich selbst zu lieben, anzunehmen und sage dem Mindfuck adieu! #UnleashYourLife – mein 10 Wochen Coaching um deine Weiblichkeit zu entfesseln und das Mindset zu ändern!

barbarabachfischer.com

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